Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense Bremen e.V. - Heimatverein
Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense Bremen e.V.  -  Heimatverein

Wegekreuze Ruhne

80 -  Kemper Ruhne  

Ende Kurfürstenstraße-Richtung Dahlhof.

Dieses Betonkreuz wurde 1938 von der Besitzerfamilie Kemper als Nachfolge für ein altes Holzkreuz auf eigenem Grund errichtet. Das Kreuz stand ursprünglich am alten Hohlweg von Niederense nach Werl. Es steht als Warnung an einer Kreuzung an der sich schon viele Unfälle ereigneten , meist mit glimpflichem Ausgang.

81 -  Humpert-Ruhne    

Kurfürstenstr./Erdbeerweg

Alter und Aufstellgrund sind unbekannt. Das Kreuz wurde nach der Separation 1935 zum Hof versetzt und 1999 von Markus Cramer erneuert. Rudi Humpert sagt: Es ist ein frommer Brauch.

82 -  Familie Schacke Ruhne  

Das Holzkreuz mit farbigem Holzkorpus wurde 1970 von Fritz Schacke zum 80sten Geburtstag seiner Mutter aufgestellt. Der Korpus wurde 2017 durch Johannes Schacke und Franz Schüler ausgetauscht. Er wurde, wie auch ein Bild vom letzten Abendmahl an der Hauswand, in Garbeck- Höveringhausen geschnitzt.

83 -  Topp Ruhne  Am Knapp  

Dieses Holzkreuz wurde 1955 von Heinrich Topp sen. aufgestellt. Der Grund waren eine überstandene Krankheit und der Dank für 10 gute und gesunde Kinder. Diese brachten nachträglich eine von H.Kettler (Vater von Frau Topp) angefertigte Spruchtafel mit folgendem Satz an: “Im weiten Spiegel der Natur, siehst du des großen Gottes Spur, doch willst du ihn noch größer sehn, so bleib vor diesem Kreuze stehn.”

Nachdem der mehrfach renovierte Holzkorpus stark verfallen war, bekam

Franz-Josef Topp im Jahr 2008 von seinen Kindern einen neuen Holzkorpus geschenkt, der von B. Heimann aus Mawicke gefertigt wurde .Stefan Topp baute aus alten Eichenbalken ein neues Kreuz, welches aus Anlass des Besuches vom WDR-Fernsehen in Ruhne 2009 aufgestellt wurde. Die alte Spruchtafel soll ebenfalls wieder hergestellt werden.

Ehemaliges Kreuz Tillman  nicht mehr vorhanden

am Mühlenweg von Ruhne nach Bremen (in den Dornen)

Einfaches Holzkreuz ohne bekannte Geschichte. Der Korpus befindet sich in der Obhut von Georg Langes. Früher schmückten die Kirchgänger von Ruhne am Weißen Sonntag das Kreuz mit Kränzen. Von 1980 bis 1987 wurde es vom Heimatverein Bremen gepflegt. Dann wurde es entfernt und das Holz wurde von Kaspar Stock für das neue Krippenhaus in der Pfarrkirche Bremen verwendet.

 

84 -  Schützenkreuz  -zwischen Werler Straße und Haar    

Dieses Kreuz wurde am 27.04.1975 vom Bremer Schützenverein zu dessen 450 jährigem Jubiläum errichtet und seitdem von diesem gepflegt. Das Vorgängerkreuz stand in der Nähe am Südhang der Haar und erinnerte an eine verfallene Kapelle (Haarkapelle) die wiederum an die Schlacht bei Bremen im Jahr 1586 erinnerte. Hier kämpften alle wehrfähigen Männer (Schützen), aufgerufen vom Grafen des Schlosses Waterlappe gegen das Heer des Kurfürsten und Truchsess von Köln. Die Schlacht wurde verloren und es wurden angeblich ca.600 Männer getötet.

85 -  Vogelsangs Kreuz -

Das Kreuz an der Krausen Eiche

entnommen dem Soester Anzeiger April 2022 und dem Buch: Sagen der Haar und Börde.

Bevor die Ruhrtalbahn gebaut war, wurden die in Neheim und Hüsten benötigten Kohlen vom Werler Bahnhof aus mit Pferdefuhrwerken über die Landstraße in Richtung Wickede gefahren. Für den Rückweg mit den leeren Wagen wählte man einen kürzeren Weg über Bremen durch einen "tiefen Hohlweg" über die Haar, wie er in der folgenden Sage bezeichnet wurde:

In alter Zeit stand am tiefen Hohlweg von Werl über die Haar nach Bremen, unter einer breitästigen Eiche ein altes Kreuz. Alljährlich kam von Bremen eine Prozession zu diesem Kreuz. Aber die Zeiten änderten sich. Die frommen Beter blieben aus, da die Prozession ein näheres Ziel nahm. Das Kreuz wurde morsch, sank um und schließlich fiel die Eiche der Axt zum Opfer. Wo einst Andächtige gekniet hatten, furchte nun die Pflugschar den Boden. Aber noch immer hieß die Stelle "An der krausen Eiche".

So vergingen viele Jahre , bis dort wieder ein Kreuz errichtet wurde. Und das kam so:

Eines Tages kam ein Fuhrknecht aus Werl mit dem leeren Wagen zurück von Neheim. Als er eine Wegkreuzung auf der Höhe der Haar erreicht hatte sah er ein morsches Kreuz am Boden liegen. Man hatte ein neues errichtet, die beiden alten Kreuzbalken aber nicht mitgenommen, da man sie wie es üblich war, auf dem Osterfeuer verbrennen wollte. Der habgierige Knecht aber lud sie auf den Wagen, denn er wollte Sie als Brennholz benutzen und dann fuhr er weiter. Als er zur Krausen Eiche kam, blieben die Pferde stehen. Er trieb sie an, gebrauchte die Peitsche, er tobte und fluchte. Nichts half, die Pferde standen wie angewurzelt.Als alle Bemühungen, weiter zu kommen, nicht fruchteten, nahm der Knecht die beiden Krteuzbalken vom Wagen und warf sie nebenan auf den Acker. Nun zogen die Pferde wiede an und gingen weiter. Am nächste Morgen kam der Bauer auf sein Feld und sah die Balken am Boden liegen. Er nahm einen Holzzapfen, der sich aus seiner Egge gelöst hatte, verband beide Balken miteinander und richtete das Kreuz wieder auf.

Später pflanzte er zwei Linden daneben. Die Linden sind heute verschwunden, aber noch immer staht an der Stelle ein Kreuz.

86 -  Herdringer Kreuz   am unteren Haarweg (Modellflugplatz) 

Das Alter ist unbekannt. Das Kreuz wurde von der Familie „ von Fürstenberg“ - Herdringen aufgestellt, da hier wohl mal beim bereiten zwei Hengste durchgegangen sind und ein Reiter dabei umkam. Nach Angaben von Theo Vielberg-Haarhof wurde die Pflege des Kreuzes über Jahre aufgeteilt:

Fürstenberg / Heimatverein /

Fam. Vielberg. und einer Fam. aus Wuppertal, als Gelöbnis nach einer überstandenen Krankheit. Inzwischen nicht mehr im Besitz von Fürstenberg kümmert sich Fam. Vielberg immer noch.

Das Kreuz ist mit einer lateinischen Inschrift versehen: „CRUX AVE SPES UNIKA“

 

( Sei gegrüßt du heiliges Kreuz, unsere einzige Hoffnung)

87 -  Mucher Kreuz auf der Haar  

Dieses Kreuz wurde angeblich vor unbekannter Zeit von den Fußwallfahrern aus Much im Bergischen Land aufgestellt, weil sie von hier aus zum ersten Mal bei ihrer jährlichen Wallfahrt (im August) die Werler Wallfahrtskirche sehen. 1933 wurde es vom Reichsarbeitsdienst abgerissen und von H.Topp aus Ruhne sichergestellt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es wieder aufgestellt. 1978 wurde ein neues Kreuz von Herrn Huneke aus Werl errichtet und seitdem von ihm gepflegt.

88 -  Kreuz zwischen Schulte im Kamp und Ruhne    

Keine Information

89 -  Kreuz bei Schulte im Kamp  -Hof    Adam Schulte geb. 17.01.1889 wurde am 22.04.1945 bei der Plünderung seines Hofes von den Plünderern (ehemalige Kriegsgefangenen) erschossen

Ruhne

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