Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense Bremen e.V. - Heimatverein
Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense Bremen e.V.  -  Heimatverein

Aktuell

Foto: Heinz Stock
Soester Anzeiger vom 28. März 2026 Malte Thiedemann

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Ense-Bremen am 26. März 2026

 

Foto: Heinz Stock
Fotos: Heinz Stock
Fotos: Heinz Stock
Fotos: Heinz Stock
Fotos: Heinz Stock
Soester Anzeiger v. 25.03.2026 Vanessa Moesch
Foto: E. Radine und H. Stock

30 Jahre Kleine Kapelle nahe dem historischen Standort Wasserburg Waterlappe

 

An die 1344 erstmals urkundlich erwähnte Wasserburg Waterlappe erinnert ein Stein mit Inschrift und die vom Heimatverein Bremen 1995 erbaute Kleine Kapelle, in der jedes Jahr die Weihnachtskrippe aufgestellt wird (s. 2 Fotos). In den nächsten Monaten entsteht eine Nachbildung der 1680 zerstörten Wasserburg als Modell. Im Raum "Historisches Ense" im Heimathaus können die Modelle der Oldenburg im Fürstenberg, der Wasserburg Waterlappe, des Josef-Krankenhauses Bremen und der alte Dorfkern von Bremen besichtigt werden.

Lebendiger Adventskalender 2025 - Heimatverein Bremen

Samstag, 27. Dezember 2025, Soester Anzeiger Werl / Ense
 

Ein Blick für Altes und Wertvolles

Altertumskommission des LWL spricht über Forschungen und Ergebnisse 

 

Foto: Vanessa Mösch / Soester Anzeiger

Haben in den Ortsteilen Bremen und Höingen Nachforschungen angestellt: Dr. Bernd Thier (2.  Vorsitzender der Altertumskommission), Prof. Dr. Michael Baales, Dr. Stephan Deiters, Henrik  FriedhoƯ (M.A.), Florian Jüngerich (M.A.) und Dr. Vera Brieske (von links). © Moesch, Vanessa
 

Bremen/Höingen – Wenn es um Zeitgeschichte geht, lassen sie sich nicht zweimal bitten: Die  Altertumskommission, die im Jahr 1896 gegründet wurde, und weitere Archäologen des  Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) haben in den Ortsteilen Bremen und Höingen über  einen längeren Zeitraum geforscht. Und das erfolgreich. „Wir haben uns angeschaut, wo zu  diesem Zeitpunkt gebaut werden sollte und haben vermutet, dass da etwas sein könnte“, erzählt  Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen. Die  Intuition hat die Archäologen dabei nicht getäuscht. Um das Jahr 2010 gab es zwei größere  Grabungen in der Gemeinde. Eine am Waltringer Weg in Bremen (2006) und eine in Höingen  (2019).
 

Die Historiker sagen zwar immer, wie es war, aber wenn wir den Spaten ansetzen,  entdecken wir oft ganz andere historische Abläufe.
 

Prof. Dr. Michael Baales Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen

In Höingen wurde auf dem Neubaugebiet „Höinger Heide“ anhand eines Pfostenspeichers eine  eisenzeitliche Siedlung entdeckt, die um 500 vor Christus existierte. Beim sogenannten  Merowinger Feld am Waltringer Weg kam neben einer Siedlung aus der Jungsteinzeit mit  Überresten von Häusern, Abfallgruben und Bandkeramik auch ein Gräberfeld zutage. „Diese  Siedlung, die wir anhand der Standspuren verschiedener Pfosten ausmachen konnten, ist knapp  7200 Jahre alt. Sie gehört zu den ältesten Bauernschaften in Westfalen und dem Mittelalter“,  erklärt Baales. 

Über 80 Gräber gefunden
 

Ausgrabungsleiter war damals Stephan Deiters, der über die Ausgrabungen am Merowinger Feld  auch seine Dissertation geschrieben hat. Eine an der Fundstelle geplante Straße hat damals die  Ausgrabung notwendig gemacht. Untersucht wurde eine Fläche von 10 000 Quadratmetern,  gefunden wurden über 80 Gräber. „Dieser Friedhof wurde über mehrere Jahre immer wieder  genutzt. Die Gräber stammen aus der späten Bronzezeit. Dann gab es eine größere zeitliche  Lücke kurz vor Christi Geburt, bis das Gräberfeld ab dem 5. Jahrhundert bis ca. 700 nach  Christus wieder belegt wurde“, erklärt Deiters und vermutet ein wichtiges zeitliches Ereignis wie  beispielsweise eine Deportation als Ursache für die Lücke in der Belegung des Gräberfelds.

„Die Historiker sagen zwar immer, wie es war, aber wenn wir den Spaten ansetzen, entdecken  wir oft ganz andere historische Abläufe“, sagt Michale Baales.

Die Grabungen bezahlte damals die Gemeinde, denn nach dem Denkmalschutzgesetz heißt es:  „Wer [...] ein eingetragenes Denkmal oder Bodendenkmal verändert oder beseitigt, hat die  vorherige wissenschaftliche Untersuchung, die Bergung von Funden und die Dokumentation der  Befunde sicherzustellen und die dafür anfallenden Kosten im Rahmen des Zumutbaren zu  tragen.“

Im September 2024 untersuchte die Altertumskommission vom LWL die Überreste der  Oldenburg auf dem Fürstenberg. „Wir erforschen Burgen und Befestigungen aus der Jung- und  Frühgeschichte“, erklärt Dr. Vera Brieske.

Im Kontext des im Jahr 2025 anstehenden, 1250-jährigen Jubiläums der Nennung der  „Westfalaos“ in den fränkischen Reichsannalen von 775 im Kontext der Sachsenkriege startete  die Altertumskommission, die ehrenamtlich arbeitet und forscht, ein Projekt zur Neu- bzw.  Erstdatierung von Wallburgen in ganz Westfalen.
 

Bohrungen an der Wallanlage
 

Da es dort bereits Grabungen gegeben hat, wurden die Ergebnisse im Nachhinein noch einmal  genauer unter die Lupe genommen. „Es ist nicht eindeutig bekannt, aus welcher Zeit die  Wallanlage stammt. Es besteht die Vermutung, dass sie auf dem Fürstenberg aufgrund ihrer  Lage und Größe sowie den Funden bei Altgrabungen schon vor dem 8. Jahrhundert bestand. Aus  diesem Grund haben wir Rammkernbohrungen durchgeführt“, sagt Brieske.

Bei solchen Rammkernbohrungen werden Holzkohleproben aus den Anlagen entnommen, um  eine historische Datierung zu ermöglichen. Auch erneute Grabungen hat es gegeben. Insgesamt  dauerten sie drei Tage und wurden in Kooperation mit Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie  durchgeführt. Die Ausgrabungen ergaben, dass die Wallanlage in drei – und nicht wie vorher  festgestellt in zwei – Wallphasen unterteilt werden kann. Die Forscher haben zudem  herausgefunden, dass einige Teile der Anlage bereits seit der Eisenzeit bestehen, aber erst nach  dem 8. Jahrhundert entstanden sind. Das belegen auch verschiedene Funde wie beispielsweise  eine Kreuzemaillefibel oder Tonscherben.                                                            VANESSA MOESCH 

Soester Anzeiger v. 15.09.2025 - Ulrich Gretenkort

 

Im Rahmen der Krautbundwanderung, die vom Imkerverein gemeinsam mit dem Heimatverein veranstaltet wurde, traf man sich im Heimathaus zu einer gemütlichen Runde.

 

Die Sachkundige Leiterin der Veranstaltung und Imkerin Frau Barbara Klein erläuterte den Teilnehmern die Bedeutung der Kräuter und Heilpflanzen, denen eine gewisse Heilkraft zugesprochen wird.

 

Insgesamt gibt es in der Region 32 Heilkräuter, die traditionell mit der Königskerze zu einem Krautbund gebunden werden.

 

In diesem Jahr war es besonders schwer, Heilkräuter am Wegesrand und in Wiesen zu finden, da Fahrbahn- und Feldränder gründlich abgemäht wurden, so daß selbst Wildbienen und Insekten in den kommenden Wochen es schwer haben werden, Nahrung zu finden.

 

Mit einem kleinen Imbiss endete die zweistündige Veranstaltung.

 

 

 

850 Jahre Kloster Oelinghausen

 

Die Ausstellung "850 Jahre Kloster Oelinghausen" besuchte der Heimatverein Bremen am

Freitag, 18. Juli, um 15 UhrDurch die hoch interessante Ausstellung führt Bernhard Padberg.

Ausstellung 875 Jahre Kloster Oelinghausen Foto: R. Bartels
Ausstellung 875 Jahre Kloster Oelinghausen Foto: R. Bartels

Kinder Ferien Freizeit 2025 mit dem Heimatverein Ense Bremen

 

Bei bestem Wetter trafen sich auf Einladung des Heimatvereins Bremen am 15. Juli

17 Kinder am Forsthaus auf dem Fürstenberg zur Veranstaltung der Kinder Ferien Freizeit

(KiFF) unter dem Motto „Unser Wald–Verstehen und erleben“.

 

Von dort aus ging es unter Anleitung von Irmgard Nagel vom Vorstand des Heimatvereins

gemeinsam mit einigen erwachsenen Betreuern auf eine Erlebnistour in den naheliegenden

 Wald. Das geht aus einer Pressemitteilung des Heimatvereines Bremen hervor.

 

Anhand von Bildmaterial und Experimenten erklärte Irmgard Nagel der Gruppe, welche Tiere

in welcher Schicht des Baumes ihr Zuhause haben und wie das Wasser in die Baumkronen

gelangt.

 

Höhepunkt der Veranstaltung war die Erstellung eines „Waldbildes“ in Kleingruppen, bei

Denen die Kinder und Erwachsenen ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

Jede Gruppe stellte anschließend ihr eigenes „Waldbild“ den anderen vor.

 

Zum Abschluss der Tour gab es für alle Teilnehmer Getränke sowie frisch gebackene

Waffeln.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Waldbesuch wieder eine gelungene und

erlebnisreiche Veranstaltung gewesen ist.                                      Bericht: Reinhard Kaulmann

KiFF mit dem Heimatverein Ense Bremen Foto: R. Kaulmann

Partnertreffen der CDU-Senioren-Union Kreis Soest in Ense Bremen

 

Im Rahmen des Besuchsprogramms in Ense Bremen besichtigten die CDU-Senioren-Union des Kreises Soest mit ihrem Vorsitzenden Hans-Josef Langesberg unser Heimathaus. Romanus Bartels führte die interessierten Gäste durch das im Jahr 1700 erbaute Fachwerkhaus. Besonderes Interesse fand das Trauzimmer der Gemeinde und der moderne, zukunftsorientierte Umbau des Hauses. 

Besuch der CDU-Senioren-Kreis-Soest __________________________________________________________________________Foto: H. Kerstin

Eine Abordnung der Partnergemeinde Burkardroth in Ense

Besuch aus der Partnergemeinde Brukardroth Foto: Heimatverein

Zum 500jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft St. Lambertus Ense-Bremen 1525 e.V. besuchte eine Abordnung der Partnergemeinde Burkardroth, mit Bürgermeister Daniel Wehner, unsere Gemeinde, wobei ein Besuch des neu renovierten Heimathauses ebenfalls auf der Programmliste stand (siehe Foto).

    1. Mai 2025 - Maifeier des Heimatvereins Ense-Bremen

1. Mai 2025 - Foto Heimatverein
1. Mai 2025 - Foto Heimatverein
1. Mai 2025 - Foto Heimatverein
Mitglieder des Lions Club Werl und Heimatverein Ense-Bremen Foto: Heimatverein

Besuch des Lions Club Werl im Heimathaus Ense-Bremen

 

Kunstausstellung von Walter Liggesmeyer

 

Der Lions Club Werl hatte kürzlich die Freude, das Heimathaus Ense-Bremen zu besuchen, wo sie eine beeindruckende Kunstausstellung des renommierten Künstlers Walter Liggesmeyer (Dortmund) erlebten. Diese Veranstaltung bot eine wunderbare Gelegenheit, sich in die Welt der Kunst zu vertiefen und die kreativen Werke zu bewundern.

 

Das Heimathaus Ense-Bremen, bekannt für seine charmante Atmosphäre und historische Bedeutung – Anno 1700 -, diente als perfekter Austragungsort für dieses kulturelle Event. Das Haus selbst, ein liebevoll restauriertes Gebäude mit einer reichen Geschichte, bot den idealen Rahmen für die ausgestellten Kunstwerke und ermöglichte den Besuchern, die Ausstellung in einem besonderen Ambiente zu genießen.

 

Die Werke von Walter Liggesmeyer stellte Georg Deventer (Nachlassverwalter) vor. Liggesmeyers Werke sind bekannt für ihre lebendigen Farben, komplexen Texturen und tiefgründigen Themen, die oft das Zusammenspiel von Natur und Menschlichkeit erkunden. Zu den Highlights gehörten großformatige Gemälde, die durch ihre Detailtreue und Ausdruckskraft bestachen, sowie kleinere, intime Werke, die eine persönliche Verbindung zum Betrachter herstellten.

Der kurze Vortrag wurde durch einen eigenen Filmbeitrag unterstütz.

 

Die Mitglieder des Lions Club Werl waren von der Ausstellung begeistert und lobten sowohl die künstlerische Qualität der Werke als auch die gelungene Präsentation im Heimathaus. Die Veranstaltung bot nicht nur einen Einblick in das Schaffen eines herausragenden Künstlers, sondern förderte auch den kulturellen Austausch und die Gemeinschaft unter den Clubmitgliedern.

Anschließend führten die Vereinsmitglieder Romanus Bartels, Doris Bogumil, Gudula Koch und Clemens Tillmann die Besuchergruppe durch die neuen Räume des Heimathauses.

 

Mit einem gemeinsamen Imbiss in der Alten Post endete das Kulturprogramm.

Engel - Ausstellung im Heimathaus

Erste Ausstellung W. Liggesmeyer Foto: Heimatverein

 

Ich bin bei dir - Engelausstellung im Heimathaus

 

Mit Werken des Künstlers Walter Liggesmeyer will der Heimatverein Bremen auf die Bedeutung der Engel aufmerksam machen.

Walter Liggesmeyer ist als Maler und Schriftsteller in bedeutenden Ausstellungen im In- und Ausland bekannt geworden.

 

Am Sonntag 08.12.2024 (2.Advent) wird von 10.30 Uhr – 13.00 Uhr ein Ausschnitt aus der großen Serie „Engel“

der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Alle sind eingeladen, die zahlreichen Gemälde zum Thema Engel kennenzulernen.

QR-Code-Tafel in der Abbé-Stock-Straße Foto: Heimatverein Ense

QR-Code-Schild in der Abbé-Stock-Straße

 

Zum 120 Geburtstag von Abbé Franz Stock wurde am 21. September vom Heimatverein Bremen in der Abbé-Stock-Straße ein QR-Code-Schild aufgestellt, zur Erinnerung an das Leben und die Werte von Abbé Franz Stock. Christel Klapp nahm die Enthüllung des Schildes vor, in Gegenwart der Vertreter des Franz-Stock-Komitee für Deutschland e.V., Herrn Trompeter und Herrn Schulte und einer Anwohnerfamilie der Abbé-Stock-Straße.

Ministerin Ina Scharrenbach zu Besuch in Ense

 

Heute, Samstag den 6. Juli 2024, kommt die Ministerin für Heimat, Kultur, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein Westfalens, Ina Scharrenbach, Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-WestfalenDie Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalenum die Gaststätte "Alte Post" offiziell zu eröffnen.

Vorher besucht sie das Heimathaus, um sich im Trauzimmer in das goldene Buch der Gemeinde Ense einzutragen. Anschließend findet eine kurze Führung durch das Heimathaus statt, welches mit Fördermitteln des Ministeriums umgebaut wurde. Nach kurzem Aufenthalt im Heimathaus geht sie dann zur Gaststätte "Alte Post" um diese offiziell zu eröffnen.

Die Geschichte wird nicht neu geschrieben, sie wird ergänzt.

 

Dr. Christian Wiltsch refertiert auf Einladung des Heimatvereins über Reliefdarstellungen an der Lambertus-Kirche.

 

Um eines vorwegzunehmen: Sprichwörtlich „in Stein gemeißelt“ ist nichts. Aber es gibt neue Erkenntnisse, um wen genau es sich bei jenen beiden Gestalten handeln könnte, die da seit Jahrhunderten an der St. Lambertus-Kirche quasi am Seiteneingang Spalier stehen.

 

Auf Einladung des Heimatvereins war jetzt Dr. Christian Wiltsch in Ense zu Gast. Der Kirchenbauexperte hatte während einer Stippvisite in der Gemeinde die Pfarrkirche besichtigt und war direkt auf die figürlichen Reliefdarstellungen links und rechts vom berühmten Krippen-Tympanon aufmerksam geworden. Genau hier trafen sich jüngst auch die 24 Teilnehmer rund um den Heimatvereins-Vorsitzenden Clemens Tillmann. Bevor es rüber ins Lambertushaus ging, sollten alle in der Gruppe zunächst einen Blick auf jenen „Bärtigen mit Axt“ und die „breitbeinige Person mit Keule“ werfen.

 

Im Anschluss folgte der interessante bebilderte Vortrag. Eins nahm der Historiker und Buchautor direkt zu Beginn vorweg: „Die Geschichte wird nicht neu geschrieben; sie wird ergänzt“. Gleichzeitig attestierte er dem „sehr rührigen Heimatverein“, dass er eine gute Arbeit leiste. Denn die Beschilderung zur Historie – wie etwa an der Kirche - sei wichtig und informativ. Gleichzeitig beglückwünschte er die Gemeinde zu ihrem sakralen „Kleinod“. Den Baubeginn des „bedeutenden romanischen Kulturgutes“ datierte Wiltsch in seiner Einleitung in die Zeit um 1170, also gut zwanzig Jahre nach den bisherigen Forschungsergebnissen. Bisher war man sich mit Blick auf die Reliefs immer wieder uneins, um wen es sich bei den Personen handeln könnte. Der Historiker selbst sprach von einer „umstrittenen Deutung“. Von „Wilden Männern“ war in der Vergangenheit immer wieder die Rede. Aber auch von Adam und Eva, dämonischen Wächtern oder den heidnischen Gottheiten Donar und Freya. Dr. Christian Wiltsch aber geht davon aus, dass es sich um die beiden Heiligen Matthias und Arnold handelt. Neben seinen Deutungen, etwa zu Attributen und Körperhaltung, verwies er auf die Symbolik der Orientierung, die so genannte Heliometrie. Mit dieser hatte sich der Historiker, der nach eigenen Angaben 1000 historische Kirchen untersucht hat, in seiner Dissertation „Das Prinzip der Heliometrie im Lageplan mittelalterlicher Kirchen“ befasst.

 

Die Orientierung der Kirche weise nämlich zum älteren Matthiastag. Und der Patronatsherr der Kirche, das Stift St. Georg in Köln, war zum Grab des Heiligen Arnold bei Düren wachszinspflichtig. Dieser eher unbekannte Heilige galt als Hofmusiker Karls des Großen. Die „Keule“ auf dem Relief ist daher als Harfe in Frontalansicht anzusprechen, dem Attribut des Heiligen. Auch über seine Forschungsergebnisse darüber, dass es sich bei St. Lambertus ursprünglich um den Bau einer Klosterkirche handelt, informierte er die Besucher des Vortrags.

 

Also Matthias und Arnold? Daran müsste sich so manch ein Heimatfreund vielleicht erst gewöhnen. Aber Wiltsch sagt: „Ich stehe mit meiner Meinung auf Platz 5“. Auf einer Folie hatte er bescheiden dann erst die bisherigen Deutungspersonen aufgelistet. „Ich habe versucht, eine Beziehung herzustellen“, so der Historiker. Und weiter: „Somit können Sie Ihre Liebe zur Heimat vertiefen“. Das inspirierte Clemens Tillmann zu der Frage: „Was ziehen wir für Konsequenzen?“ Gleichzeitig merkte er mit einem Augenzwinkern an, dass früher bekanntlich viele neugeborenen Jungs in der Gemeinde den Vornamen Lambertus erhielten. Vielleicht würden jetzt bald häufiger Matthias und Arnold in der Taufurkunde stehen. Dr. Christian Wiltsch konnte auf Nachfrage auch bestätigen, dass es sich bei dem Krippenrelief an der Kirche um eine historische Besonderheit überregionalen Ranges handelt. „Ich kenne keine wesentlich ältere Darstellung“, so der Fachmann. Clemens Tillmann sprach dem Referenten ein „dickes Dankeschön“ aus. Und der betonte am Ende noch einmal, dass es die einzig wahre Lösung wohl nicht so schnell geben werde. Denn: „Dazu müssten wir den Auftraggeber der Figuren fragen können". Dabei handelt es sich um den Kölner Erzbischof Bruno III. vom Berg. Und der lebte vor über 800 Jahren. geb

 

Ehrenamtsplakette der Gemeinde Ense für Antonius Risse

 

Seit über 30 Jahren werden am 1. April jeden Jahres verdiente Enser Bürger für Ihr außergewöhnliches Engagement für die Gemeinde Ense geehrt. In diesem Jahr wurde die Ehrenamtsplakette durch Herrn Bürgermeister Rainer Busemann, im Rahmen einer kleinen Feierstunde, unserem Vorstandsmitglied Antonius Risse für sein ehrenamtliches Engagement verliehen.

 

Wegekreuze in Ense

 

Wegekreuze, Bildstöcke und Heiligenhäuschen sind kleine Denkmäler und volkstümliche Mahnzeichen, die ein Symbol für den christlichen Glauben sind und aus bestimmten Gründen aufgestellt wurden. Sie stehen für Dankbarkeit, erinnern an ein Unglück oder an ein Verbrechen.

In Ense stehen aktuell 74 Wegekreuze, 7 Bildstöcke, 6 Heiligenhäuschen und 3 Glockentürme.

Viele dieser Denkmäler sind alt und haben eine lange Tradition. So hat zum Beispiel eine Wegekreuz seinen Ursprung im 30-jährigen Krieg, ein Bildstock in Höingen ist nach einer Pestepidemie 1691 errichtet worden.

Zu den meisten Kreuzen gibt es eine Geschichte, die wir auf der Internetseite des Heimatvereins Bremen veröffentlicht haben.

Wir freuen uns über jeden Hinweis, Ergänzung oder Verbesserung unserer Recherchen und hoffen mit diesem Beitrag, dass diese manchmal auch unscheinbaren Denkmäler wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Der Heimatverein dankt allen, die einen Beitrag zu dieser Auflistung der Denkmäler geleistet haben - wir bitten um weitere Hinweise an die Vorstandsmitglieder Paul Wegener 02938 / 987 688 oder Franz-Josef Hering 02938 / 1770.

 

Die Internetseite des Heimatvereins Bremen ist über folgenden Link erreichbar:

https://www.heimatverein-ense-bremen.de/interessante-objekte/

 

___________________________________

Ausstellungsstücke im Heimatmuseum Niederense - Foto Heimatverein Niederense © 2017

Ein Besuch im Heimatmuseum Niederense

 

Vorstand- und Beiratsmitglieder der "Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense-Bremen e. V." hatten sich spontan entschieden, das Heimatmuseum in Niederense auf dem Bernhardusplatz zu besuchen.

Der 1. Vorsitzende des "Vereins für Geschichte und Heimatpflege Niederense-Himmelpforten", Bernhard Söbbeler und seine Vereinsmitglieder, Museumsleiter Günter Tölle und sein Stellvertreter Franz-Josef Lutter führten durch das Heimatmuseum.

Mit großem Interesse verfolgten die Heimatfreunde die Erläuterungen und Handhabungen zu den ausgestellten Exponaten aus der Vorzeit.

Es folgte ein Bildvortrag von der Bombadierung der Möhnestaumauer und dessen zerstörende Auswirkungen auf das Kloster Himmelpforten und im weiteren Verlauf des Möhne- und Ruhrtals.

Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt im Heimatmuseum waren alle beeindruckt und begeistert davon, mit welchem Elan und Einsatz die Mitglieder des Heimatvereins Niederense die Geschichte von Ense eingefangen haben.

Interessierte können sich über die Internetseite Heimatmuseum informieren oder zu den Öffnungszeiten einen Besuch vereinbaren.

 

Druckversion | Sitemap
© Gemeinschaft zur Pflege heimischen Brauchtums im Kirchspiel Ense Bremen e.V. - Heimatverein